Vor der Messehalle werden im März die Bäume gefällt

Am Wochenende vor Ostern erwartet eine neue regionale Forstmesse in Chemnitz zum ersten Mal alle, die sich für Wald und Holz interessieren.

Zweifellos wird die 14. Sächsische Waldarbeitermeisterschaft einer der Höhepunkte bei der Uraufführung der neuen regionalen Forstfachmesse in Chemnitz sein. Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich angemeldet und ermitteln auf der RegioForst, die erstmals vom 23. bis 25. März 2018 auf dem Messegelände in Chemnitz ihre Tore öffnen wird, mit Äxten, Hand- und Motorsägen die Besten in verschiedenen Wettbewerben. Extra dafür werden vor der modernen Messehalle Bäume „gepflanzt“, die von den Teilnehmern zielgenau gefällt werden müssen – die wohl spektakulärste Disziplin.

In diesem besonders bei jungen Forstarbeitern beliebten Wettkampf, der vom Staatsbetrieb Sachsenforst ausgerichtet wird, gilt es, Schnelligkeit mit Präzision und Arbeitssicherheit zu vereinen. Samstag und Sonntag kämpfen erfahrene und hoch motivierte  Forstwirte/innen, Forstwirtschaftsmeister/innen und Forstwirtauszubildende, die nicht nur aus Sachsen stammen, um den Titel des Landesmeisters in der Profiklasse, des Juniorenmeisters und um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

„Als Messeveranstalter freuen wir uns, mit den Sächsischen Waldarbeitermeisterschaften ein aktionsreiches Highlight zur Premiere der RegioForst in Chemnitz präsentieren zu können“, so Hans-Dieter Lucas, Geschäftsführer der European Green Exhibitions (E.G.E.) GmbH, ein 2010 gegründetes Joint Venture zwischen der Messe Berlin GmbH und dem Deutschen Bauernverlag. „Die Fachmesse für Forstwirtschaft, Forsttechnik und Waldbau soll sich zu einem Treffpunkt der Forstbranche im Herzen Sachsens etablieren und dazu zählt eben auch ein attraktives Rahmenprogramm.“

Mit ihren Schwerpunktthemen wendet sich die neue Messe im Zentrum Sachsens nicht nur an Forstunternehmer und Beschäftigte staatlicher und kommunaler Forstbetriebe, sondern auch an Schüler und Schulabgänger, die sich für forstliche Berufe interessieren. Und an alle Waldbesitzer. Viele von ihnen werden wenige Wochen nach dem Sturm „Friederike“ hier von zahlreichen Ausstellern und Partnern der Messe erfahren, wer ihnen beim Beseitigen ihrer Waldschäden helfen kann und was sie mit welchen Werkzeugen und Maschinen selbst tun können.
Zusätzlich zum Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) sind die Verbände der sächsischen Waldbesitzer und Forstunternehmer, der BDF Sachsen und der Staatsbetrieb Sachsenforst Partner der RegioForst. Zudem hat Staatsminister Thomas Schmidt die Schirmherrschaft übernommen.

„Wir. Gemeinsam. Für unseren Wald. – Von der Pflanzung über die Pflege und Durchforstung bis zur Holzernte.“ Dieses Motto eint alle Beteiligten. Sie wollen in den nächsten Jahren dieses kleine „Messepflänzchen“ zu einer Plattform für die Forstbranche in der Region entwickeln, das für alle Besucher und Aussteller ideale Möglichkeiten bietet, sich mit Experten und Berufskollegen auszutauschen und neue Ideen mit nach Hause zu nehmen. Die Besucher erwartet schon in diesem Jahr ein attraktives Angebot an Ausstellern der Forstbranche und ein umfangreiches Vortragsprogramm, das überwiegend von den Partnern der RegioForst gestaltet wird.

Los geht es am Freitag, dem 23. März 2018 mit dem „Tag der Forstunternehmer“. Unter dem Motto: „Waldarbeit schafft Zukunft“ präsentiert sich der Sächsische Forstunternehmerverband als offizielle Arbeitgebervertretung der forstwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen im Freistaat Sachsen. „Wir möchten den Beruf des Forstwirts ins rechte Licht rücken und geben Auskunft über die möglichen Aus- und Fortbildungsangebote, wie zum Beispiel zum staatlich geprüften Forstmaschinenführer“, so Michael Bergelt, stellvertretender Vorsitzender des Sächsischen Forstunternehmerverbandes. „Denn die Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzt letztlich auch der Wettbewerbsfähigkeit aller Forstunternehmen.“

Der Verband hat sich auch speziell auf Fragen von Besitzern kleinerer Waldflächen vorbereitet, die oft nicht wissen, wer ihnen bei der Forstpflege helfen kann und ob sich mit der Waldbewirtschaftung auch Gewinn machen lässt.

Zum Thema „Wald geerbt – was nun?“ erhalten Besucher am Stand der Forstunternehmer direkt im Eingangsbereich der Messehalle auf alle Fragen kompetente Antworten und können sich über Rechte und Pflichten informieren, die mit Waldeigentum verbunden sind.

Am Samstag, dem 24. März laden der Sächsische Waldbesitzerverband und der Bund Deutscher Forstleute zur gemeinsamen Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ein. Dieser „Waldbesitzertag“ steht im Zeichen der Entwicklung von Forstbetriebsgemeinschaften sowie der qualifizierten Beratung und Betreuung im Privat- und Körperschaftswald. Mit zahlreichen Einzelvorträgen zu zertifizierter Waldbewirtschaftung, klimaadaptivem Waldumbau und forstlicher Förderung nimmt er weitere aktuelle Themen in den Blick.

Am Messesonntag findet der „ForstKarriereTag“ statt. Dieser bietet Berufseinsteigern, stellensuchenden Fachkräften, Studenten und Hochschulabsolventen eine Übersicht über Ausbildungsgänge und Berufe in der Forstwirtschaft. „Wer noch immer nur das romantische Bild des Försters im grünen Tuch mit Dackel und Gewehr im Kopf hat, sollte sich dringend informieren. Denn die Forstwirtschaft ist ein hochmodernes Arbeitsfeld geworden und wandelt sich mit großer Geschwindigkeit weiter zu einer dynamischen Branche. Umso wichtiger ist es, sich vorher intensiv damit zu beschäftigen, welche Anforderungen diese Branche an jene stellt, die sich für einen der zahlreichen Forstberufe interessieren,  vor allem aber auch, welche Chancen sie bietet“, sagt Prof. Dr. Jörn Erler, Leiter der Professur Forsttechnik und Studiendekan Forst an der Technischen Universität Dresden. Gemeinsam mit Referenten von Sachsenforst und der Fachhochschule Erfurt stellt er auf der RegioForst die verschiedenen Berufsfelder der Branche vor. „Im Anschluss an Einführungsvorträge besteht die Gelegenheit, im Einzelgespräch eventuelle Fragen beantwortet zu bekommen oder mit Lehrlingen und Studenten über die Beweggründe ihrer Berufswahl und erste Erfahrungen zu sprechen“, so Prof. Dr. Jörn Erler.

Das breit gefächerte Themen- und Informationsangebot, die vielversprechende Auswahl von Ausstellern in der großen Messehalle sowie auf dem Freigelände davor und nicht zuletzt die Möglichkeit für einen regen Erfahrungsaustausch unter Berufskollegen lassen eine erfolgreiche Premiere der RegioForst in Chemnitz erwarten.

Messe-Informationen:
RegioForst Chemnitz 2018
Ort: Messe Chemnitz, Messeplatz 1, 09116 Chemnitz
Öffnungszeiten: Freitag, 23.03. bis Sonntag, 25.03.2018
jeweils von 09.00 bis 17.00 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene: 12,00 Euro
Rentner, Schüler und Studenten (mit Ausweis): 6,00 Euro
Sonntag, 25.03.2018: Messe Sonderpreis: 5,00 Euro

Messekoordination + Ausstellerservice:
m.a.c.c. Marketing GmbH
Ansprechpartner: Andreas Otte, Geschäftsführer
Eylertstraße 17
D- 59065 Hamm
Telefon: +49 (0) 2381 – 87171-11
E-Mail: a.otte@macc.de
Homepage: www.macc.de                                                                                                          

Über den Messeveranstalter:
Die E.G.E. GmbH ist Veranstalter der AGRAR Unternehmertage in Münster (seit 1997),
der RegioAgrar Bayern in Augsburg (seit 2011), der RegioAgrar Weser-Ems in Oldenburg (seit 2016) und mit ihrer Tochtergesellschaft MAZ GmbH, der Mecklenburgischen Landwirtschaftsmesse MeLa in Mühlengeez bei Güstrow (seit 2010).
Zudem gehören der E.G.E. GmbH die Veranstaltungsreihen LebensArt und Home&Garden.
Die European Green Exhibitions GmbH (E.G.E.) ist ein 2010 gegründetes Joint Venture zwischen der Messe Berlin GmbH und dem Deutschen Bauernverlag.

Kontakt:
Astrid Wiebe
Pressesprecherin
Landstraße 4a
D-16833 Fehrbellin GT Sandhorst
Telefon: +49 (0) 33922 – 994753
Mobil: +49 (0) 171 – 7058387
E-Mail: presse@regioforst-chemnitz.de
Homepage: www.regioforst-chemnitz.de